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Wie ein Tier im Zoo
Von Karoline | 13.Mai 2007
Holger hat ja hier einen Bericht reingestellt, wie Petra Haase von den Lübecker Nachrichten eine Pressekonferenz mit mir erlebt hat. Da dachte ich mir, es ist vielleicht ganz interessant, wenn ich das noch einmal von meiner Seite aufschreibe:
Dicke Pressekonferenz für “Das Wunder von Berlin“. Meine erste große. So richtig mit ganz vielen Fotografen und Journalisten, die wie ein Publikum vor einem sitzen, und ich und meine Kollegen beantworten die Fragen von vorne. Vorher hatte ich immer eher so zwanzig Einzelinterviews hintereinanderweg.
Ich war wahnsinnig aufgeregt und hatte totale Angst mich zu verhaspeln oder in einen Gedankenknoten zu geraten aus dem ich nicht mehr herausfinde, oder unvollständige Sätze zu sprechen, oder unzusammenhängende Dinge zu fabrizieren, oder einen Satz anzufangen und nicht mehr zu wissen wie ich den jetzt grammatikalisch beenden soll …
Also aufgeregt bin ich immer. Und diesmal kam ich mir ein bisschen vor wie Ausstellungsmaterial oder ein Tier im Zoo: Die Fotografen wurden in einer Schlange aufgestellt und immer fünf haben Fotos gemacht und dann kamen die nächsten fünf und so weiter. Irgendwann konnte ich nicht mehr lächeln, weil meine Muskeln schon so weh getan haben.
Ich bereite mich immer automatisch auf die Fragen vor, indem ich mich auf den Film vorbereite – denn meistens geht es ja um den Inhalt des Films oder um historische Zusammenhänge. Das sind dann alles Sachen die ich aus meiner Erfahrung mit dem Stoff heraus beantworten kann. Je besser ich also meine Hausaufgaben gemacht habe, desto besser kann ich eine Frage beantworten. Außer, ich kann vor Aufregung nicht ordentlich denken.
Und so Sachen wie Zusammenarbeit mit Kollegen oder Drehgeschichten kommen immer aus dem Bauch. Gebrieft wurde ich von Seiten der Produktion nur ein einziges Mal, das war für “Große Mädchen weinen nicht”. Da war ich 17 und das war die einzige Produktionsfirma, die sich in der Verpflichtung gesehen hat, ein so junges Mädchen auf die Presse vorzubereiten. Das war hart, aber da habe ich eine Menge gelernt. Der Rest ist Erfahrung. Leider auch unschöne, was einen vorsichtig werden lässt.
Dann gibt es Journalisten die sich beschweren dass man nichts von sich preisgibt. Aber wenn man solche Erfahrungen schon gemacht hat, dann möchte man nichts Privates mehr in fremde Hände legen.
Pressearbeit gehört zu meinem Beruf und ich bin vertraglich dazu verpflichtet. Der Rahmen und das “Wo, Wie, Was” wird dann mit meiner Presseagentur verhandelt. Aber sonst machen mir richtige Fotoshoots eigentlich immer total Spaß. Ich finde das immer total aufregend wenn man so gespannt auf das Ergebnis warten muss.
Das für das ZOO magazine haben wir im Februar gemacht und es kommt im September raus!! Da bin ich sehr gespannt. Das fühlt sich ja schon immer total anders an als es hinterher aussieht.
Topics: Bildschirm, Presse

Am 17. Oktober 2007 um 19:54 Uhr
Wann wir denn das Wunder von Berlin ausgestrahlt? Steht der Sendetermin schon fest? Warte schon ganz sehnsüchtig darauf.
Am 18. Oktober 2007 um 10:13 Uhr
Hallo Miriam, vom Sender heißt es bisher nur “nächstes Jahr”.
Da dann 20 Jahre Mauerfall gefeirt wird spekuliere ich mal Herbst. Aber das ist nur eine Vermutung …Am 18. Oktober 2007 um 10:28 Uhr
„nächstes jahr“ 20 jahre mauerfall feiern? da würde ich mal nicht so hoch spekulieren
Am 18. Oktober 2007 um 10:36 Uhr
Tja, da war ich meiner Zeit wohl wieder weit voraus, david. Danke für den Hinweis!
Am 27. November 2007 um 19:48 Uhr
hab grad im videotext gelesen, dass der film „das wunder…“ am 27.1. im zdf ausgestrahlt wird. ob karoline bis dahin oder erst danach eine blogschreibphase entwickelt stand leider nicht da