Karoline Herfurth
  • Wen’s interessiert …

  • Letzte Kommentare

  • « | Home | »

    Eröffnung der Berlinale

    Von Karoline | 9.Februar 2008

    Wieder ein eiskalter roter Teppich im Freien. Und eine ewig lange Schlange. Ich hatte  mein Lieblingskleid von Chanel an, was ich wirklich gerne besitzen würde.

    Hannelore Elsner hat mir später beim Empfang erzählt, dass sie immer lieber eigene Sachen trägt. Weil es komisch ist, wenn alles an einem fremd ist und einem nicht gehört. Da hat sie recht. Irgendwie ist man sich selbst dann ein bisschen fremd.

    Aber es ist so toll, diese Kleider tragen zu können. Und dieser unglaubliche Schmuck den ich getragen habe. Der ist 100.000 Euro wert gewesen. Da kann man dann nicht alles haben – die eigene Aura verteidigen oder diesen traumhaften Ring …

    Ich werde jetzt einfach immer ein besonderes Detail von mir tragen. Meine Froschkönigkette zum Beispiel. Außerdem gehören die Schuhe immer mir. Meine Guccis. Die einzigen teuren Schuhe die ich mir in meinem Leben geleistet habe. Oder so …

    Aber das andere waren Stiefel und Stiefel sind irgendwie noch mal was anderes finde ich. Jedenfalls haben diese Schuhe 425,- gekostet und ich habe mir gedacht, liebe Guccischuhe, ihr seid ein Traum, aber ich gebe keine Monatsmiete für Schuhe aus. Am nächsten Tag schwärme ich dann der Kostümchefin von den tollen Schuhen vor und sie ist ganz erfreut: wir brauchen ja noch Schuhe für den Film … Der Trick dabei ist, dass Kostümabkauf beim Film immer 50% vom Originalpreis bedeutet und ich bei meinen eigenen Kostümen immer Vorkaufsrecht habe. Das heißt, die Schuhe waren meins.

    Aber zurück zur Berlinale: Ich muss gestehen, dass ich plötzlich nach Hause wollte. Ich habe es tatsächlich verbrochen, mich durch den Hinterausgang zu stehlen. Ich habe nicht einmal die Stones gesehen. Ich habe nur noch ihre Ankunft gehört. Aber ich werde den Film nachholen.

    Dafür war ich hinterher noch mit Bernd Eichinger und Nina und vielen anderen im Borchardts und habe nachts um zwei Schnitzel gegessen. Mit Preiselbeeren. Sehr zu empfehlen.

    Am Montag bin ich zu der Premiere von Hanami eingeladen, dem neuen Film von Doris Dörrie. Man hört nur Gutes und ich freu mich schon.

    Bookmark and Share
    Der Beitrag wurde am Samstag, den 9. Februar 2008 um 11:00 Uhr von Karoline veröffentlicht. Sie können die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.


    Topics: Roter Teppich
    Tags: , , , , , ,

    8 Kommentare to “Eröffnung der Berlinale”

    1. Elodie

      Das wäre für mich so unbeschreiblich toll, Sie einmal zu sehen. Ob das Traum am Montag zur Wirklichkeit wird ?

    2. Cathrin

      Also ich denke ich würde auf solchen Veranstaltungen auch die geliehenen Kleider tragen. Die sind einfach so superschön und glamourös..Na und wenn man überlegt, wieviele Feiern und Premieren in der letzten Zeit waren – da würden eigene Sachen ja ganz schön ins Geld gehen. Und du hast schon recht, auf die Schuhe kann man nur neidisch sein! Welche Frau wünscht es sich nich, Guccis im Schrank zu haben ;)
      Dann wünsch ich mal viel Spaß am Montag und ich bin schon ganz gespannt auf den Bericht.
      Grüßlen,
      Cat

    3. ernesto

      clevere sache “mit die schuhe, das…” aber irgendwie beschleicht mich das gefühl, dass dieser berlinale quatsch auf dich genauso seelenlos zu wirken scheint wie geborgte kleider.

      was ja syphatisch wäre…

    4. Heinz

      Was passiert eigentlich, wenn man im Strickrolli und Jeans auf dem Roten Teppich aufkreuzt?
      Hallo….
      Der Trick mit den 50% darf aber nicht zum Tick werden. Nämlich dem, der permanent ins Ohr flüstert: “trage Chanel, dann wirst Du begehrt!” Der Tick kennt auch einen Trick! Er kann vom Deutschen ins Englische hüpfen. Dort wird er zur Zecke. Aber nicht eine solche die Blut sondern die Geld saugt.
      Es gibt in Berlin Modeschneider, die umwerfende Kleider anpassen. Aus den schmeichelndsten Soffen für jede Gelegenheit. Auch die sind teuer aber lange nicht im Chanel-Himmel.
      Warum ist Mode teuer? Weil ein Geheimnis mitverkauft wird! Kennst Du die Hut-Geschichte von Marlene Dietrich?
      Marlene bestellte einen Hut. Die hütige Kreation bestand aus 30 Meter schwarzem Satinband. Die Hutkünstlerin hatte das Werk, falls geändert werden sollte, zunächst nur mit Stecknadeln gesteckt. Marlene probierte und war entzückt. Preis? Die Kunsthandwerkerin verlangte sündhafte sechshundert Mark. (Damals ein Vermögen!) Marlene, gegenüber anderen als geizig bekannt, moserte. Das bißchen Satinband könne doch allenfalls fuffzig Mark gekostet haben, feilschte sie.
      Da nahm die Hutmacherin die Stecknadeln aus dem Entwurf, rollte die dreißig Meter Satinband über ihren Zeigefinger zu einer Rolle, gab es Marlene und sagte. „Bitte sehr, Frau Dietrich, das Band kostet nur zehn Mark. Ich schenke es Ihnen!“

      Mode darf und muß teuer sein. Einen gesunden
      Abstand zu ihr (wie Du ihn hast) muß man sich erhalten. Sonst lebt man nur für Sie.

      Einen Gruß an den Teppich (von Marlene).

      Tschüß!

    5. Jörn

      Die Welt fietschört ein “bezauberndes” Foto:
      http://www.welt.de/kultur/article1642396/Berlinale-Ticker.html?nr=98&pbpnr=0

      Schöne Grüße
      vom Jörn

    6. Martin

      Tjaja Frauen und Klamotten das ist ein Thema für sich, aber selbst ich als Mann kann das zumindest ein kleines Bischen verstehen, auch ich ziehe im Kaufhaus gern mal einen Anzug an, der mehr kostet als meine Wohnung im Monat,und wenn ich mir jetzt noch überlege,man könnte sich die Sachen für einen Abend ausleihen; Traumhaft. Und dann das eine oder andere mit für die Hälfte kaufen wahnsinn. Wenn ich mir aber das Kleid ansehe, was Du auf dem Foto von der Berlinale trägst, so wundert es mich nicht, das Du gefrohren hast. Ich hoffe Du musst heute Abend nicht wieder friehren und wünsche Dir einen schönen Abend.

      Martin

    7. Carsten

      Kleider machen Leute!?

    8. Tom

      Hallo sympathische Karoline! Also erstmal: Vielen Dank für Dein sein. Mag deine Art zu Schauspielern und schau gerne Filme in denen du mitspielst. Was ich aber richtig schön finde ist Deine Art der Bodenständigkeit. Hört man aus dem og. Text sehr gut raus. Habe auch nix anderes erwartet von Dir. Bleibe bitte so! Wünsche Dir für alles Gute.

      Liebe Grüße …

      PS. Übrigens auch absolute Weltklasse einen eigenes Blog zu unterhalten.

      PS2. Schnitzel um 2 Uhr mit Dir? Dafür würde ich auch einiges machen. Würde auch selber kochen. Äh. Na gut. War ja nur so eine Idee … *hüstel*